Mother Nature vs. Nuclear Deadlock ..or..why the forest manages to defeat the long term damages of the Tschernobyl catastrophe…

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So habe ich mir die verseuchte Zone um Tschernobyl niemals vorgestellt. In den Wälder um das havarierte Kraftwerk tummeln sich Europas bedrohteste Tierarten als wäre nichts gewesen: Przewalski-Pferde, Wölfe, Luchse, Bären und allerlei bedrohte Vogel- und Fledermausarten, von denen einige zuvor in der Ukraine gar nicht heimisch waren. Und das angesichts der Tatsache, dass der Supergau im Jahre 1986 eine “nukleare Wüste” hinterlassen hatte.

Wie zur Hölle war diese Rehabilitation in der verseuchten Zone möglich? 

Mutter Natur ist erfinderisch im Kampf der Spezies gegen den “unsichtbaren Feind” Caesium. Nicht alle Arten gewinnen ihn, aber die Mehrheit von Europas Tierwelt hat sich in dem ehemaligen Katastrophengebiet fest etabliert. Gerade jetzt, wo die wirtschaftliche und politische Lage in der Ukraine das Land erneut zu traumatisieren droht, ist es an der Zeit zur Reflexion über das, was war und das, was zählt. Die auf der Zone forschenden Wissenschaftler plädieren dafür, dieses Gebiet zu einem Schutzgebiet für Europas Flora und Fauna zu erklären. Als Teil von Europa und vor allem auch als Rückzugsgebiet für das Leben, das ausgerechnet dort Platz zu finden scheint, wo der Mensch es für immer zu verbannen drohte. Die Sperrzone um Tschernobyl steht wie ein Mahnmal für die Entfremdung des Menschen von seiner eigenen Natur. Doch diese lehrt uns täglich von Neuem, dass das Leben nie so schnell aufgibt. Auch nicht in Tschernobyl.

Kein Witz, das ist DIE interessanteste Doku, die mir jemals untergekommen ist.

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