Kritik an der Kritik am Westen…

Voraussetzung für Demokratie ist bekanntlich der Pluralismus der Meinungen.

Dieser Artikel des Schweizer Tagesanzeigers greift die Verteidiger Putins in der aktuellen Krim-Krise scharf an. Eins muss man dem Autor lassen: Es ist schwer nachvollziehbar, wie man im gesättigten Westen ein System in einem Land verteidigen kann (bezogen auf Russland), indem es an demokratischen Grundbedürfnissen offensichtlich mangelt.

Ich persönlich beäuge die Aktionen der deutschen und amerikanischen Regierungen aus dem gleichen Grund sehr kritisch. Es ist nicht legitim, von unserem Gesellschaftssystem auf ein anderes zu schließen. Und schon gar nicht kann man erwarten, dass sich so etwas mir-nichts-dir-nichts auf andere Staaten überträgt, selbst wenn man es unterstützt. Dennoch reiben sich im aktuellen Konflikt momentan die linken und rechten Gemüter wie schon lange nicht mehr. Und auch ich, der sich selbst dem eher links gesinnten Meinungslager zurechnet, muss anerkennen, dass es von unserer Seite desweilen auch zu viel ist, da hier ebenfalls unbewusst Werte aus unseren Gefilden nach Russland übertragen werden und dann das dortige System wie ein Paradies erscheint. Dem ist natürlich nicht so.

Deswegen. Diesen Artikel unbedingt lesen:

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Die-PutinVersteher/story/14814433

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